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Alles neu macht der Berline-Nadine-Besuch

Seit Sonntag, dem 11. Juli 2010, ist nichts mehr wie es vorher war. Naja sagen wir es mal so um nicht zu übertreiben: So einiges ist nicht mehr so wie vorher.
Hier mal eine Tageschilerung.

Vorm Berlin-Nadinebesuch:
Büffel geht um 10:00 uhr ins Bett, tavorgetränkt und völlig antriebslos und schläft bis 16:00 Uhr durch. Dann schleppt er seinen erschlafften Körper zum Kiosk und trinkt einen Kaffee, der ihm nach gar nichts schmeckt. Dann sülzt er etwas dumm herum. "Der ist scheiße und die kannst du auch vergessen! Und das Essen dort schmeckt nach gar nichts, und Hunger hab ich sowieso nicht obwohl ich aus Frust fresse wie ein Scheunendrescher. Und das Wetter ist scheiße heiß und die Hölle könnte nicht schlimmer sein. Und meine Seele verbrennt." Mehr muß ich an dieser Stelle nicht erwähnen. Und dann geht er wieder. Oder er bleibt, wartet bis es 19:00 Uhr ist, fängt an sein Frustbier zu trinken bis der Laden schließt und nimmt sich noch welche mit nachhause. Labert dann dort die Leute in Loudtalks dicht und schiebt Dauerdepri. Liest sich die schlimmsten Suchergebnisse bei Google durch. "Bin tavorsüchtig... Seroquel vermießt mir mein Leben... Ich will sterben..." Er Langweilt sich die ganze Nacht hindurch, wartet bis es 08:30 Uhr ist, nimmt ordentlich Tavor und legt sich schlafen.

Nach meinem Berlin-Nadinebesuch:
Ich springe um 11:00 ausgeschlafen aus dem Bett und drehe draußen erstmal eine schöne Runde, freue mich über die Amseln die so niedlich singen, mache Besorgungen und komme zurück. Gewiß kann ich das 35Gradwetter körperlich nicht so ab, doch es drückt nicht mehr auf meine Seele. Ich gehe in Loudtalks um zu hören wer da ist. Unterhalte mich gutgelaunt und absolut deprifrei mit den Anderen. Aber der Kioskbesuch muß dennoch sein. Um die Nachbarn auch zu treffen gewöhnlicherweise um 16:30 Uhr. Die sagten mir schon vereinzeln, ich sei jetzt irgendwie anders drauf und sähe nicht mehr so schrecklich eingefallen und dauermüde aus. Ja die Unterhaltungen bringen mir Spaß. Zwischendurch schreibe ich mal eine bis zwei SMS an das zuckersüße Nadinchen und hoffe, ich nerve sie nicht mit meinen überschwänglichen Komplimenten. Hihihi! Bier wird natürlich getrunken, aber nur wenn auch die Nachbarn eins mittrinken. Dann gebe ich mich damit zufrieden. Zuhause entscheide ich je nach Lustigkeit der Loudtalksrunde oder Telefongespräches, ob ich noch ein Bier trinke. Es wirkt auch jetzt ganz anders. Hat es mich vorher fast eingeschläfert und meine elenden Depris hochgeholt, so bin ich jetzt entspannt und heiter. Nachts gegen 02:00 Uhr lege ich mich hin. Und ich nehme..... keine Tavor. Die letzte nahm ich am Tag vor dem Berlin-Nadinebesuch und hatte abgesehen von einem kurzen körperlich bedingten Zittern kein Bedürfnis, sie einzunehmen, auch wenn ich sie aufgrund meines Rezeptes noch in Einzelportionen erhalte. Aber sie bleiben in der Dosee. Ja und so schlafe ich ganz natürlich ein, träume schöne bis total verrückte Sachen und bin gegen 10:30 uhr wieder wach.

Ohne es zu wollen, hat Berlin, aber vor allem Nadine an mir gedreht und geschraubt. Sie hat mich neu erweckt und hochgedanced. Ich erkenne in mir den Christian wieder, der ich ohne Depris und Tavordauerdröhnungen bin: Etwas bescheuert, etwas verrückt, etwas zu dick, aber vor allem lustig, unternehmungslustig, ausgehfreudig, kreativ und unendlich verliebt. Uiuiuiuiuiuiui!

Das Einzige was ich nicht will, was mir aber äußerst schwerfällt, ist, Nadine nicht auf die Nerven zu gehen. Ich will nicht, daß sie mich durch eine Unvorsichtigkeit nicht mehr mag. Da muß ich also etwas vorsichtig und zurückhaltend sein.

In 10 Tagen kommt Nadine nach Hamburg. Ob etwas und was überhaupt dann wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich kann nur aus meiner Perspektive sprechen. Ich bin bereit, auf sie jegliche Rücksicht zu nehmehn und für mich selbst zurückzustecken, damit es ihr in meinem Beisein gutgeht. Und kommt es nicht so wie sehnlichst gewünscht, dann muß ich es natürlich akzeptieren. Nur will ich noch gar nicht soweit denken. Mir geht es so gut und ich bin so glücklich momentan, daß ich mir wünsche es würde niemals enden. Ja ich gehe soweit zu sagen: Endlich ist mein Leben wieder lebenswert. Ich schiebe es nicht mehr vor mich hin bis zum unweigerlichen Todestag. Ich lerne gerade, wieder jeden Tag für sich zu genießen. Und so soll es auch bleiben.

20.7.10 17:27

Letzte Einträge: Meine erste Rückmeldung nach fast einem Jahr Bloggerpause, Ein Jahr Behindertenwerkstatt - vom Himmel in die Hölle



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