Büffels Weblog - Hinterher weiß man immer mehr.
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Der Büffel, die Welt aus meiner eigenen Sicht!

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Völlig belangloser Eintrag :-)

Moin Leute!
Also um es kurz zu machen: Mich gibts noch. Alles ist beim Alten. Nichts besonderes hat sich in den letzten 3 Monaten ereignet. Die Tage sind auch immer noch alle genau gleich.
Nachts vor Langeweile im Netz surfen oder Hörspiele hören.
Morgens gegen 7 Uhr einschlafen. Meist werde ich von Dani noch daran erinnert, mir meine Schlafmaschine aufzusetzen.
Irgendwann so gegen 16 Uhr auwachen und mich anziehen. Zum Kiosk gehen und einen Kaffee trinken. Meist werden es dann 5 Stunden am Kiosk, und ich unterhalte mich mit 15 Leuten die dort vorbeikommen.
Abends ein oder zwei Bierchen trinken und wieder an den Rechner gehen.
Also ihr seht, es lohnt sich absolut nicht irgendwas zu bloggen. Wenns was Neues gibt, werde ich mich schon wieder melden.
Aber ihr könnt mich zukünftig auch auf Twitter verfolgen. Da schreibe ich täglich 1 bis 10 Tweets, also kurze Meldungen. Klickt auf
http://www.twitter.com/derbueffel
und schon seid ihr live dabei.Hier könnt ihr mich auf Twitter verfolgen.

1 Kommentar 25.8.09 02:59, kommentieren



Neuer Podcast-Eintrag

Hallo ihr Lieben!
Soeben habe ich nach über zweieinhalb Jahren Pause eine neue Episode meines Podcast veröffentlicht. Ihr könnt die RSS-URL in euren Podcatcher eingeben oder es auf podster.de anhören.
Es geht umd Autofahren in Flensburg und einige O-Töne.

2.7.09 20:57, kommentieren

Gestankproblem erledigt

So! Jetzt ist der Gestank wieder aus der Wohnung raus. Ihr könnt es gar nicht glauben. Es war der Filter unseres brandneuen Staubsaugers. Keine Ahnung was da drinnen war. Wir reinigten den Filter mit Antidesinfektionsmitteln und WC-Ente und ließen das über Nacht stehen. Ein Glück daß wir jetzt wieder richtig durchathmen können

2 Kommentare 2.7.09 20:43, kommentieren

Ekelhafter kaum zu beschreibender Gestank im Flur!

Moin!

Also jetzt ist mir kotzübel, und das könnt ihr beim Wort nehmen. Heute morgen standen Dani und ich im Flur ihrer Wohnung, als uns plötzlich ein widerlicher Geruch auffiel. Leicht süßlich, modrig, irgendwie aber auch an Scheiße erinnernd. Wir dachten, irgendwas sei hier am verfaulen. Aber nichts lag herum. Obwohl die Mülltüte nicht voll war, brachten wir sie raus, um sie als Geruchsquelle auszuschließen. Dann gingen Dani und ich erstmal frühstücken. Obwohl; Hunger hatten wir keinen. Dafür gabs nen schönen starken Kaffee am Lieblingskiosk. Dani fuhr dann weiter zur Arbeit, und ich ging wieder nachhause. Schon als ich die Haustür aufschloß, empfing mich ein bestialischer Gestank. Und als ich die Wohnung betrat, da gaste es mir förmlich entgegen. Derselbe Geruch, nur dreimals so stark wie noch am morgen, hatte sich durch den Flur gefressen. Wir hatten alle Zimmertüren abgeschlossen, um sicherzugehen, daß der Gestank nicht aus einem der Räume kam. Und richtig. Alle Zimmer rochen ganz neutral. Dafür käste jetzt der Flur immer stärker und stärker. Ich vermute ja, daß im 1. Stock also eine Wohnung über uns oder im Keller irgendwas nicht in Ordnung ist. Nur was könnte es sein? Ein Toter, dessen Verwesungsgeruch wir wahrnehmen, oder ist es nur ausgelaufenes Wasser im Keller, das dort steht und vor sich hinmodert?

Mir reichte es. Ich rief die Genossenschaft an, und man versprach mir, gleich jemanden vorbeizuschicken. Hoffentlich klärt sich das noch heute auf. Ich könnte glatt kotzen!

1 Kommentar 25.6.09 11:50, kommentieren

Neue nette Chatrunde am Telefon

Moinmoin ihr lieben Leser/innen!

Seit einigen Wochen hat sich im Telefonchatsystem Berlin6, kurz B6 genannt, eine nette Poolrunde aufgebaut. In netter Atosphäre quatschen wir über Gott und die Welt. Los geht es täglich ab 19, spätestens aber 20 Uhr, zumeist in Raum 6 sofern er nicht bvon anderen Chattern belegt ist. Chatmaster bin zumeist ich, könnte aber auch mal jemand anders sein.

Nun! Wie kommt ihr in den Genuß dieses so netten Telefonchats? Ihr nehmt ein Telefon mit günstigem Tarif nach Berlin, die meisten von uns haben ja eh schon eine sog. Flatrate mit einem festen Monatspreis ins Festnetz. Dann wählt ihr

030-66664000 oder

0911-4908998.

Sobald sich die Stimme des Chats meldet, könnt ihr euch mit Taste 1 einloggen. Solltet ihr noch keinen Zugangscode haben, so könnt ihr ihn mit Taste 2 ganz schnell beantragen. Die Stimme führt euch sicher durch die Anmeldung, und sie kostet keinen Cent extra.

Sobald ihr online seid, könnt ihr die Räume wie folgt wechseln:

Taste 51 wechselt in Raum 1, Tasten 52 wechseln in Raum 2 usw. Das könnt ihr bis 59 fortsetzen und so immer in neue Räume gelangen.

Achtung! Ab Raum 10 läuft es anders. Da wählt ihr den * 10 # also Rautezeichen. Aber das lernt ihr dort alles noch. Hört sich komplizierter an als es ist.

Also! Wir hören uns schon heute Abend? Prima! Dann auf bald ab spätestens 20 Uhr in Raum 6 auf B6. Mein Username ist übrigens "Der Büffel", wie auch sonst. :-)

2 Kommentare 11.6.09 13:48, kommentieren

Autofahren für Blinde in Flensburg

Hallo meine lieben Leser!
Endlich nach 8 Wochen schaffe ich es mal, wieder etwas zu schreiben. Aber viel war in dieser Zeit auch nicht los. Es würde mich und euch langweilen, wenn ich täglich darüber blogge, wie ich am Kiosk Kaffee trinke, mit Nachbarn quatsche oder ein paar Bierchen schnassele. Auch mein Geburtstag war uninteressant. Ich wäre ja gern bei meiner Mutter gewesen. Aber die hat mir Hausverbot erteilt. Solange ich Tavor nehme darf ich nicht zu ihr kommen, wohl aber "gnädigerweise" telefonieren. Also blieb ich in Hamburg und verbrachte meinen Geburtstag einsam. Naja was solls!
Ich nehme nunmal Tavor, und dann muß ich die Entscheidung meiner alten Herrin wohl in Kauf nehmen. Dann kann ich eben nicht kommen. Würde mich zwar sehr freuen, aber was nicht geht geht eben nicht. so!
Aber vorgestern, am Sonntag dem 07.06.2009, ereignete sich etwas, das ich schon jahrelang erwartet hatte, wobei ich aber bislang nicht mitmachen konnte: Das Autofahren für Blinde. Eine Flensburger Fahrschule hatte es zusammen mit dänischen Kollegen angeboten. Schon morgens um halb Neun waren Dani und ich am Bahnhof gewesen, um den nächsten Regionalexpress nach Flensburg zu kriegen. Im Zug war ich so aufgeregt, daß ich kaum still sitzen konnte. Wenn jetzt noch ein Wägelchen mit Kaffee durchgekommen wäre, ich wäre nicht mehr gefahren sondern gleich geflogen. :-) Naja! In Flensburg angekommen begrüßte uns eine Gruppe Sehbehinderter und brachte uns runter zu den Taxis, die dort auf uns gewartet hatten. Und schon gings los zum Fördeparkplatz. 13 Euro Eintritt bezahlt und ab in die Eisdile. Die hatte extra unseretwegen aufgemacht. Das Eis schmeckte so typrisch chemisch und lieblos zusammengepappt. Aber es verkürzte uns die Wartezeit. Nun, nach eineinhalb Stunden, sollte es soweit sein. Euer Büffelchen stieg zum ersten Mal hinters Steuer eines Wagens, um ihn fahren zu dürfen. Davon machte ich selbstverständlich eine MP3-Aufnahme, die ich im Podcast online stellen werde. Der Fahrschullehrer erklärte mir die Pedale und gab anschließend Anweisungen. Der Hoda schnurrte ab wie eine Katze, schön leise aber mit voller Beschleunigung. Nachdem ich den Wagen etwas vom Parkplatz gelenkt hatte, durfte ich Vollgas geben. Ich trat wie ein Stier das Gaspedal durch und ließ den Wagen auf 100 kmh beschleunigen. Manno brachte das Spaß! :-) Wir fuhren den ganzen Fördeparkplatz ab. Eine Art neues Lebensgefühl machte sich in mir breit. "Dein Leben ist noch was Wert. Du hast noch was vor dir." sagte etwas in mir. Denn eigentlich hatte ich mit Überraschungen oder Höhepunkten in meinem Leben schon lange abgeschlossen. Wir fuhren die Strecke zuende und ich stieg aus.
Als nächstes wartete ein Rennwagen der 60er Jahre auf uns, ein AC Cobra. Er war frischgehalten und Ersatzteile eingebaut worden. Hier durfte ich als Beifahrer mitfahren. Die Beschleunigung dieses Geschosses erinnerte mich an eine Achterbahn. Wow war das ein geiles Gefühl! Endlich leben! Auch davon stelle ich eine MP3-Datei online. Sobald alles zur Verfügung steht, erfahrt ihr hier die Links. Dann durfte ich nochmals den Honda fahren. Diesmal saß Dani auf dem Rücksitz. Sie sagte mir hinterher, ich hätte einen extremen Fahrstil, sei sehr forsch gefahren. Ich glaube so würdeich als Sehender auch wirklich fahren, forsch und wild.
Naja! Leider kam nun das Ende der Veranstaltung, und wir fuhren nach Hamburg zurück. Ich war traurig, aber gleichzeitig froh, so eine Veranstaltung mitgemacht zu haben. Und das , so kann ich es jetzt ganz bestimmt sagen, wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

2 Kommentare 10.6.09 02:59, kommentieren

Karfreitag und Ostern

Moin ihr lieben Leser meines Machwerkes! :-))
Über Ostern habe ich die Emine bei mir zu Besuch. Was wir noch unternehmen werden weiß ich nicht. Heute wollte sich ein lieber Freund und Nachbar bei uns melden. Vielleicht unternehmen wir was gemeinsam mit ihm und seiner Freundin.
Morgen und Sonntag sind dann völlig offen.
Am Montag verläßt mich Emi leider schon wieder. Dann aber bekomme ich Besuch von Steffi Depcic aus Berlin. Darauf freue ich mich sehr, weil ich sie fünf Jahre schon nicht mehr gesehen habe. Damals, ich war noch mit Jacky zusammen, war was passiert, das nicht hätte passieren dürfen. Wir waren uns etwas zu sympatisch, weshalb Steffi auch schnell mit eiskalter Ablehnung den Kontakt zu mir beendete. Aber auch ich wollte, solange die Sache mit Jacky nicht geklärt war, den Kontakt lieber abbrechen. Heute sagen wir beide haben wir genug dazugelernt. Das werden schon ein paar geile Tag werden.
Ich wünsche euch allen nun ein paar fröhliche, erholsame Feiertage mit wunderschönem Wetter. Hier in Hamburg ist es traumhaft, könnte gar nicht besser sein. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, und ich bin richtig gut drauf.

3 Kommentare 10.4.09 13:00, kommentieren

Manno bin ich faul!

Moin liebe Leser dieses Machwerkes!
Da bin ich mal wieder. Jaaaaaaaa ich weiß:
1. Der Saulgrubbericht wurde nicht fertig.
2. Ich habe mich schon über zwei Monate nicht mehr gemeldet.
3. Ich habe sowohl meine Mailinglisten als auch dieses Blog sträflich vernachlässigt.
Vielleicht wirds ja nun anders. Ich wills wenigstens versuchen.
Es hat sich aber auch quasi nichts ereignet seit Saulgrub. Der Alltag plätschert so vor sich hin, ich komme immer noch nicht von den Tabletten weg, und ich bin am Dauerschlafen. Erst seit zwei Tagen habe ich überhaupt wieder etwas mehr Energie. Vielleicht hat mir ja die Sonne gefehlt.

Achja! Eines hat es dann doch noch gegeben: Einen Erbschaftsstreit. Aber darüber werde ich hier nichts schreiben. Ich hätte ja nicht gedacht, daß mir mal ein Thema so heilig ist, daß ich im Blog nichts darüber verfassen würde. Aber diese dämliche Erbschaftsgeschichte werde ich dann doch nicht ausmalen. Hängt mir eh schon alles zum Halse raus.

Vor einer Woche bekam ich ein neues Handy aufgrund meiner Vertragsverlängerung bei T-Mobile. Das ist ein Nokia N79. Ich weiß immer noch nicht, was ich von dem Gerät halten soll. Es ist nur bedingt mit Talks und Mobilespeak verwendbar. Es hat keine richtigen Tasten sondern Leisten mit den aufgezeichneten Ziffern. Es ist mit Multimedia total überfrachtet. Also entweder versuche ich noch etwas mein Glück mit diesem Teil, oder Ebay kann sich über eine neue Auktion freuen, und von dem Geld hole ich mir dann ein 6120 Classic. In das Teil hatte ich mich vor einem Jahr schon verliebt, und es hat alles was man als Handynutzer braucht. Einziger Vorteil des N79 ist, daß es GPS hat und man somit über die eingebaute Nokia-Kartensoftware ungefähr erkennen kann wo man sich befindet.

So, ich habe erstmal fertig! :-)

1 Kommentar 20.3.09 06:27, kommentieren

Unser Urlaub in Saulgrub zu Weihnachten - Teil 1

Nun ist es doch mal an der Zeit, über meinen Urlaub in Saulgrub zu berichten. Dani und ich hatten diesen Urlaub ja Mitte November gebucht. Nur durch Zufall bekamen wir noch ein Doppelzimmer in Saulgrub. Die anderen Aurahotels, also Hotels die für Blinde und Sehbehinderte eingerichtet sind, waren schon ausgebucht. Außerdem wunderte man sich über meine Anfrage. "Waaaaaaaas? Nur vier Tage wollen Sie bei uns bleiben? Dann melden Sie sich mal nächstes Jahr wieder. Und dann mindestens 14 Tage bitte. So einen Buchungswunsch hatten wir ja noch nie!" Tja. Liebe Blindis. Ich kann nicht für einen 14tägigen Urlaub mein Geld für ein ganzes Jahr zusammensparen. Von irgendwas muß man schließlich auch leben. Müßt ihr mir echt mal verraten, wie ihr über 1000 Euro zusammenbekommt. Für uns waren schon vier Tage ein Vermögen. Pro Kopf kostete uns der Aufenthalt in Saulgrub 350 Euro. Dazu kam noch die Zugfahrt. Wobei wir dort ein wenig tricksten. Ich fuhr als Danis Begleiter mit, obwohl ich blind bin. Es funktionierte reibungslos, obwohl es die Blindenvereine ja an sich gar nicht so gerne sehen. Naja!


Endlich ging es mal raus aus Hamburg. Raus aus der stinkenden, dauerfeuchten Stadt. Am 23.12.2008 um 08:03 fuhr unser ICE los Richtung München. Leider sitzt man in diesen Abteilen doch recht eingequätscht, aber daran hatte ich mich nach einiger Zeit gewöhnt. Endlich mal wieder Zug fahren, dachte ich. Und dann auch noch ICE. Ein Zug, den man sich unter normalen Umständen doch gar nicht leisten kann.
Kurz nach Hannover servierte uns ein Getränkewagen heißen Kaffee. Er schmeckte zwar zum Gegendiewandklatschen und kostete auch noch unverschämte 2.70 Euro, aber er machte putzmunter. Leider saßen im Abteil, von Dani abgesehen, keine gesprächigen Leute, so daß ich ein Ohr dem Treiben auf dem Gang lieh. Eine Schah Kinder hatte etwas Angst vor einem Hund, der selber aber ganz niedlich und friedlich war. Ein Baby wollte trotz Spieluhr und Schlaflied nicht einschlafen und weinte herzzerreißend, so daß die Mutter schon am Ende ihrer Kräfte war. Ein aroganter Herr stapfte durch die Menge und meinte: "Hach immer diese Zweitklässler! Bin ich froh, daß ich ir gleich mein Essen an den Platz bestellen kann."
Dann aber verschwand meine Aufmerksamkeit und wich einem Ohrensausen der Superlative. Stimmt! Wir hatten ja die teuflische Strecke zwischen Kassel und Fulda erreicht, und nun ging es steil bergauf. Der Ohrendruck wurde unerträglich und ging bei mir sogar in Kopfschmerzen über. Ich war schon drauf und dran zu beten, diese Höllenfahrt möge möglichst bald enden. Aber da waren wir auch schon in Fulda. Mir dröhnte der Schädel.
Fulda? Ich mußte plötzlich an Bibbi denken. Bibbi, die sich schon seit einiger Zeit nicht mehr bei mir meldet, mit der ich aber auch noch so einiges offenstehen habe, seit unserer Berlinreise. Also dann schnell weiterfahren!
In Würzburg angekommen bekam ich plötzlich Hunger, und ich tengelte mit Stock durch die Wagen zum Bistro, um mir etwas zu Essen zu kaufen. Es sollte eine Salamipizza für überteuerte 5,90 Euro werden. Aber sie wurde mir vom Zugbegleiter sogar bis an den Platz im Abteil gebracht. Dani bekam jetzt auch Hunger, angestachelt durch meinen Pizzadunst. Also rannte nun sie durch die Wagen. Aber im Gegensatz zu mir aß sie "Haaaach Chrischi! Das Bordrestaurant ist ja soooooooooooooohohohooooooo entspannend. Da würde ich am liebsten die ganze Zeit sitzen bleiben. Ich wußte ja gar nicht, wie schön so ein fahrendes Restaurant sein kann." Das sagte sie mir noch so sieben weitere Male, und ich stimmte ihr jedes Mal zu. Und schon waren wir in München angekommen. Wie es weitergeht, erfahrt ih im nächsten Eintrag.im Bordrestaurant. Und als sie wiederkam, wirkte sie so richtig entspannt.

2 Kommentare 10.1.09 23:46, kommentieren

Ein paar wichtige Worte an Manja

Liebe Naja. Ich wähle den Weg meines Weblogs aus, weil es immer Platz beherbergte und beherbergen wird für meine ganz persönlichen Gedankenläufe.
Hiermit sage ich dir, daß ich dich sehr lieb habe. Ich hatte dich schon immer lieb. Und ich werde dich auch immer sehr lieb haben. Ganz gleich was du nun denken wirst. Dieses war und ist mir ein besonders wichtiges Anliegen.

4 Kommentare 10.1.09 23:42, kommentieren

Gedanken eines depressiven Christians

Gedanken eines depressiven Christians
Alles nur Hölle!
Es ist Sonntag Morgen, gegen 8 Uhr.
Draußen singen die Vögel. Widerlich! Brennende, stinkende Höllenluft dringt durch das Fenster ins Wohnzimmer. Luft voller Abgase, Fabrikgerüche und verfaultem Müll. Auf den Straßen ist kein Auto zu hören, kein Mensch zu sehen. Alle pennen ihren Kater aus, den sie sich am Vorabend mit Billigstfusel aus dem Pennymarkt angesoffen haben. Und die Vögel zwitschern immer noch. Ich kann es nicht mehr hören! Je mehr sie singen, umso schwermütiger werde ich. Draußen sind schon 26 Grad, und in der Nacht hatten wir kaum unter 20 Grad gehabt. Nirgendwo ist mehr Frischluft zu spüren. Hamburg wird von einer erbarmungslosen Dreckswolke aus Gestänken zerquätscht. Meine Freunde sind weg, weit weg. Sie haben mich verlassen. Sie sind im Urlaub, auf Dienstreise oder sonst wo. Hauptsache weit weg aus diesem verdreckten, verpesteten Hexenkessel. Ich lege mich wieder auf die Seite und tue das, was ich schon seit Tagen tue: Ich kotze auf den Boden und hoffe, bald zu sterben.

3 Kommentare 19.12.08 01:12, kommentieren

Kurzer Eindruck zur gestrigen Ausstellung im Louis-Braille-Center Hamburg

Moin ihr alle!
So. Jetzt war ich gestern auf der Ausstellung Tipps und Technik für zu
Hause, die im Louis-Braille-Center in Hamburg stattfand. Leider muß ich
sagen öden mich diese Ausstellungen immer mehr an. Es gibt kaum Neues zu
berichten. Höchstens über einen Daisyplayer, Radio. Aufnahmegerät und
Etekettenleser in einem, dem Milestone 312. Der hats mir besonder angetan
und den werde ich mir auch kaufen. Klein, robust, leistungsfähig. Und dann
gibt es noch ein Gerät,
daß buchstabenweise Schwarzschrift in Braille anzeigt, das Topbraille.
Dieses Gerät läßt sich ohne Probleme in die Jackentasche stecken. So kann
man unterwegs mal in einer Broschüre lesen. Leider war der Akku leer. Und
die von Marland hatten einen Fachidioten abgestellt. Der legte doch
tatsächlich ein Punktschriftblatt hin und setzte das Gerät drauf. "Ja also
da kann ich Ihnen leider nicht helfen. Aber bitte warten Sie. Unsere
kompetenten technischen Mitarbeiter werden für Sie gleich eine Lösung
finden." Ich dachte mir nur: Oller dämlicher Callcenteraffe! Nur ein paar
Standardsprüche auswendig lernen und sonst nix im leben können.

Naja das beste an der Ausstellung war das Essen in der Feuerinsel, einem
auch von außen zugänglichen Restaurant. Grünkohl mit Senf, Kochwurst,
Kassler und Röstkartoffeln. Ein Götterfressen sag ich euch! Hach war ich
danach glücklich.
Gruß euer Büffel

1 Kommentar 16.11.08 13:28, kommentieren

Lustig - Der Orgasmusvirus geht um!

Entdeckt bei bendecho

10.10.08 00:31, kommentieren

Berlinaufenthalt - kurzer Teil 3

Der Samstag in Berlin lief etwas weniger spektakulär ab. Erstmal mußten wir für ein paar Stunden schlafen. Also fuhren Bibbi und ich als letzte Besucher in den frühen Morgenstunden von Matze zum Hostel und legten uns ins Bett. Aber wir waren schon wieder verabredet. Diesmal nur mit Rani, Tino und Matze. So wurde es nichts mit ausschlafen. Ich war völlig fertig, als wir wieder nach Steglitz fuhren. Und am liebsten wäre ich liegengeblieben. Wir frühstückten mit Rani, Tino und Matze bei einem Becker und quatschten noch ein wenig. Bibbi wollte noch am Nachmittag eine Bekannte aus der Kurklinik besuchen. Ich beschloß, mich einfach nur schlafenzulegen. Bibbi blieb in Steglitz und ich fuhr ins Hostel und schlief bis 19 Uhr.
Um es abzukürzten: Ich war dann nochmal bei Matze. Am Sonntag aßen wir mit Florian und Evelin in einem kroatischen Restaurant. Ich bekam etwas Fieber und schwitzte fürchterlich. So mußte ich, auch wenn noch ein Treffen bei Matze ausgemacht war, zum Hostel fahren. Bibbi blieb bei Matze. Da ich nicht schlafen konnte, unterhielt ich mich mit dem jungen Mann an der Rezeption, und er bot mir Chips zum essen an. Am nächsten Morgen um 7 Uhr gings nach Hamburg zurück. In dieser ganzen Zeit brauchte ich keine einzige Tavor und trank keinen Alkohol. Selbst die drei bestllten Biere stehen heute noch bei Metze, außer er hat sie schon getrunken. Das beweist mir, ich muß meinen Ort und meine Umgebung verändern, um eine Basis zu schaffen, von dieser Tablette loszukommen. Auch wenn einige meiner Verwandten das vielleicht anders sehen dürften. Irgendwann kriegt mich Berlin doch! :-)

2 Kommentare 2.10.08 03:29, kommentieren

Bitte, ich will das nicht!

Oh nein! Ich will das einfach nicht haben! Ich scheine gerade einen leichten Stimmungsrückschlag zu erleben. In mir ist es gerade düster. Und da sind sie wieder. Die stinkenden Müllhaufen. Da ist sie wieder, die schwer zu athmende Luft, dick wie Sirup. Es fühlt sich, wenn auch glücklicherweise in abgeschwächter Form, so ählich wie vor zwei Jahren an. Ich bin immer noch überzeugt davon, daß das Seroquel meine düstere Stimmung verstärkte, und ich nehme es ja auch nicht mehr. Aber irgend etwas hat einen Teil dieser ekelhaftn Stimmung aus meinem Stimmungsarchiv hervorgekramt. Was könnte es sein? Meine leichte Erkältung? Die Angst, daß ich jetzt nach Murats Ladenaufgabe keine Stütze mehr habe? (Wer das nicht versteht, geht bitte zwei Bloggings weiter).
Vielleicht ist es ja auch mein kurzes Stimmungshell in Berlin und der totale Absturz hinterher in Hamburg? Ich weiß es nicht. Ich bin ja nicht wirklich gläubig. Aber ich wünschte mir, ich könnte es sein. Dann würde ich jetzt ein lautstarkes Gebet zum Himmel schicken und um ein bißchen Heiterkeit bitten. Aber ich bin davon einfach nicht überzeugt. Und so hoffe ich, daß es mir sehr schnell wieder besser gehen möge.

1 Kommentar 27.9.08 06:05, kommentieren

Berlinaufenthalt - Teil 1

Uiuiui ich sollte mich schämen! Da habe ich groß angekündigt, ich würde euch von meinem überragenden Berlinaufenthalt schreiben, und dann versetze ich euch. OK. Schelle eingesteckt. :-) Hier folgt nun meine Schilderung über den genialen Berlinbesuch vom 12.09. bis zum 15.09.2008, den ich zusammen mit Bibbi aus Fulda
gemacht hatte.

Wie schon lange geplant fuhren wir am Freitag pünktlich um 7 Uhr mit dem Autokraftbus vom Hamburger ZOB los. Gegen 10:10 Uhr kamen wir am Berliner ZOB an und fuhren mit einem Taxi zum Meininger Cityhostel nach Schöneberg, um dort einzuchecken. Kaum daß ich Berliner Boden unter meinen Füßen hatte, fühlte ich mich so richtig wohl. Endlich! Nach einem Jahr, in dem es mir nicht möglich gewesen war, nach Berlin zu fahren, war es wieder soweit. Aber unser Empfang sollte erst später kommen. Erstmal aßen wir bei einem Dönerladen eine Kleinigkeit und gingen dann in unser Zimmer, um noch zwei Stunden zu schlafen. Um 15 Uhr schellte Bibbis Handywecker. Es war soweit. In einer Stunde würden wir unsere Freunde beim KFC vorm Europacenter treffen. Ich war richtig hibbelig, und Bibbi war sehr gespannt, wer alles auftauchen würde. Also nichts wie ab zur Bushaltestelle! Beim Europacenter angekommen trafen wir auf eine Gruppe Jungen, die sich in Ghettosprache unterhielten. Überraschenderweise zeigten sie uns aber den Weg zum KFC. Und da standen schon Tino, genannt Kaffee, und Manja, mein Lieblingsknuffel. Ich umarmte dieses freche süße kleine Mäuschen erstmal ordentlich und begrüßte Tino. Dann trafen der Reihe nach noch Aviva mit ihrem Hund Angelo, Bilal mit seinem Hund Happy, Evelin, Nadine aus ehemals Rüdersdorf, Matze, Florian und Rani ein. Diese Blindengang machte es sich auf den Bänken vor dem KFC bequem. Achja. Wißt ihr, was ihr dort unbedingt mal probieren müßt? Crispy Snacks mit einer Portion Käsesoße und Kartoffelbrei mit einer scharfen Soße. Das ist lecker, kann ich euch sagen. Nadine war so zwischen uns eingequätscht, daß sie nicht zum Eingang kam, um sich was zu bestellen. Also war sie unser kleines Baby und wir fütterten sie. :-) Florian, Matze und Rani trafen später ein als die Anderen. Aber kaum war Florian am Tisch, als er sich schon ohne Begrüßung auf Bibbi stürzte und mit ihr sprach und rumalberte. Fand ich ja nicht so nett von ihm. Vor allem, weil wir uns seit einem Jah nicht gesehen hatten. Irgendwann bemerkte er mich auch mal und begrüßte mich. Um jetzt mit allen ein Wort wechseln zu können, mußte ich immer von Tisch zu Tisch wechseln. Wir redeten und scherzten so, wie ich es mir vorher nicht hätte vorstellen können. Ich war so glücklich und fühlte mich so geborgen, daß ich mir wünschte, der Zustand würde niemals enden. Auch das die liebe Evelin mitgekommen war, war für Bibbi und mich eine riesen Überraschung gewesen. Lauter Leute, die ich entweder das erste, zweite, dritte Mal oder schon lange nicht mehr gesehen hatte. Mit der Zeit wurde es merklich kälter, und wir beschlossen, zu Matze zu fahren. Nur das Manjalein wollte nicht mitkommen. Manja war durch die Arbeit und die vorherige Dialyse schon ziemlich fertig. Also nochmal so richtig umarmen und knuddeln zum Abschied, und mein Versprechen ausgesprochen, daß wir uns bald wiedersehen würden. Danach verschwand die restliche Meute im Großraumtaxi. Weiter gehts dann später......

2 Kommentare 26.9.08 02:58, kommentieren

Murat gibt auf, und ich beinahe auch

Es tut mir Leid, daß ich meinen ersten Eintrag nach zwei Wochen schon wieder mit negativen Elementen füllen muß. Doch ich kann es nicht ändern. So fühle ich mich nunmal. Ihr müßt es ja nicht lesen. In mir ist wieder alles Mögliche aufgerissen, und ich verstehe nur ein wenig, warum es so ist. Unser in der Nachbarschaft allseits beliebter Kioskverkäufer Murat gibt seinen Laden am 30.09.2008 auf. Grund hierfür sind interne Streitigkeiten mit anderen Ladeninhabern der Ladenzeile. Murat war aber nicht nur ein Kioskverkäufer. Er ist unser Freund. Nicht ohne Grund haben wir uns immer in seinem Laden versammelt, Kaffee oder auch mal Bier und Raki getrunken und uns über Gott und die Welt unterhalten. Es war der Nachbarschaftstreff überhaupt, und für mich eine Oase des Friedens, in der ich für einige Momente aufathmen konnte. Murat war für mich sogar noch ein wenig mehr. Er war sozusagen, ohne es zu wollen, meine Stütze für mein düsteres Hamburgdasein. Wie ihr wißt, hasse ich Hamburg von Tag zu Tag immer mehr. Und ich lebe nur, weil das Leben mich eben vorantreibt. Aber Spaß bringt es mir schon längst nicht mehr. Das zeigen auch die letzten Wochen, abgesehen von meinem genialen Berlinaufenthalt, von dem ich heute endlich schreiben werde. In Berlin war alles anders. Aber hier in Hamburg nehme ich immermehr Tavor, inzwischen bin ich bei 10 mg pro Tag angekommen, und ich trinke auch immer mehr Alkohol, aus Angst nicht genug Tavor verschrieben zu bekommen. Nüchtern halte ich mein Dasein hier in Hamburg gar nicht mehr aus. Ich bin froh, wenn ich durch die Tavor meine 10 - 12 Stunden schlafen kann. Die Trinkerei handelte mir schon drei Filmrisse in den letzten vier Wochen ein. Aber die peinlichste Aktion leistete ich mir gestern Abend. Da war ich so traurig über Murats Beschluß, den Laden aufzugeben und an ein koreanisches Ehepaar zu übergeben, daß ich vor lauter Heulen den Laden zusammenschrie. Ich verfiel in so einen häftigen Heulkrampf, daß mir alles wehtat und ich ungewollt um mich schlug. Ich tat aber niemandem weh, das wollte ich auch nicht. Aber der Heulkrampf läßt bei mir alle Sicherungen durchbrennen. Da geht nichts mehr. Es ist ein echter Anfall. Murat und ein Nachbar hielten mich fest, damit ich mich ausweinen konnte. Trösten half nichts. Jedes tröstende Wort machte meine Heulattacke nur noch schlimmer. Und da ich dazu aus Frust und Trauer auch noch stark angesoffen war, kannte ich auch keinerlei Hemmungen. Mein Tränenfluß war endlos, und kaum daß ich mal fünf Sekunden ruhig war, schüttelte mich schon der nächste Heulkrampf. So ging das den ganzen Abend weiter. Auch auf dem Nachhauseweg hörte es nicht auf. Bei Dani angekommen konnte ich mich dann endlich in den Schlaf weinen. In meiner Trauer kam einfach alles auf einmal hoch. Auslöser ist wie gesagt das Ende von Murats Kiosk. Hier konnte ich nachmittags immer Kaffee trinken und mit Nachbarn reden, mit denen, die hier noch völlig normal sind, eine echte Rarität. Das war für mich immer ein Ausgleich. Hier konnte ich mal abschalten und ein paar Stunden Normalität erleben. Normalität, die sonst bei mir nicht mehr vorhanden ist. Solange ich in Hamburg bin, bestimmen Tavor und zunehmend Alkohol meinen Tagesablauf. Alkohol füllt die Abendstunden der Tage aus, an denen ich kein Tavor einnehme. Hamburg ist für mich seelisch gesehen eine Wüste. Leer, weit und trostlos. Hätte ich nicht mit Bibbi letzte Woche meinen seit Monaten herbeigesehnten Berlinbesuch gemacht, so wüßte ich gar nicht, ob es in meinem Leben noch Lichtblicke gibt. Aber Berlin hat mir mal wieder gezeigt, daß ich doch noch nicht hoffnungslos verloren bin. Ich muß endlich mal was unternehmen, damit ich dieser Hölle entfliehen kann. Denn in Berlin, ich werde gleich in einem Extraeintrag davon berichten, trank ich keinen einzigen Schluck Alkohol und nahm keine einzige Tavor. Es tut mir ja Leid, wenn das für euch idiotisch klingt oder sogar ist, aber das war nun mal Fakt. Da war einfach alles anders. Ich blühte auf, lachte, scherzte, war viel unterwegs und zu Dingen bereit, die hier ohne Ausnahme unmöglich sind. Mehr dazu im nächsten Blogging.

2 Kommentare 25.9.08 06:59, kommentieren

Ihr könnt mich jetzt auch wieder anrufen

Moin! Also, da habe ich doch endlich wieder eine Möglichkeit gefunden, wie ihr mich telefonisch erreichen könnt. Klar. Wer meine private Festnetznummer oder meine Handynummern hat, kann mich ja eh schon längst erreichen. Aber nicht die übrigen Blogleser. Und für genau die habe ich oben auf der Seite einen Service installiert. Wenn ihr auf "Rufen Sie mich an!" klickt, wird eine Nummer generiert, und die müßt ihr einfach für 14 Cent pro Minute, mobil kann abweichen, anrufen. Eine Tolle Sache, um seine Nummer nicht preiszugeben aber dennoch für alle immer erreichbar zu sein. Also wenn ihr mich mal erreichen wollt oder sogar müßt, dann klickt oben einfach auf "Rufen Sie mich an!" und wählt die im Popup angezeigte Telefonnummer.

1 Kommentar 8.9.08 09:28, kommentieren

Die Woche, endlich nach Berlin und neues zur PPM und Tavorentzug

Da wäre ich nach einiger Zeit mal wieder. Und diese Woche stehen zwei wichtige Ereignisse ins Haus. Am Freitag fahren Bibbi und ich endlich, endlich, nach Berlin. Wir werden dort alte Freunde und Bekannte wiedertreffen und haben uns bestimmt so einiges zu erzählen. Am Montag um 7 Uhr fahren wir nach Hamburg zurück. Uns bleiben in Berlin also drei herrliche Tage. Hoffentlich kriegen wir alle Besuche in den drei Tagen hin. Wir wollen Aviva, Matze und Flo treffen, uns mit Tino und vielleicht Nadine im KFC verabreden, ein paar Bekannte von Bibbi besuchen und eigentlich auch Manuela, Peter und Mandy einen Besuch abstatten. Nun kommts drauf an, daß alle so Zeit haben, daß wir diese Besuche auf drei Tage verteilen können. Aber das schaffen wir schon.

Ja und dann wäre da noch morgen um 11 Uhr in meiner Bude der Besuch des Bereichsleiters Herrn Zart vom Verein Op de Wisch, von dem ein Betreuer wenn alles gutgeht meine neue PPM-Maßnahme übernehmen wird. Mit meiner PPM-Betreuung plane ich dann alles weitere. Wohin werde ich ziehen und in welche Wohnform? Kriegen wir den aufgestauten Papierkram in den Griff? Und finden wir eine geeignete Möglichkeit, daß ich nochmals von Tavor entziehen kann? Meine Mutter meinte ja letzte Woche zu mir, bevor ich von den Dingern nicht losgekommen bin, darf ich sie nicht besuchen. Naja. Außenstehende stellen sich das entweder gar nicht oder viel zu leicht vor. Da kann ich ihr also keinen Vorwurf machen. Dann muß ich eben vorerst akzeptieren, sie nicht besuchen zu können. Denn ich bin nicht überzeugt, so schnell von den Tabletten loszukommen. Letzte Woche hatte ich für drei Tage kein Tavor zur Hand und bin hier die Wände hochgekrabbelt. Ich träumte pausenlos davon, daß ich vielleicht doch noch irgendwo eine Packung finden und sie anbrechen würde. Als ich am Donnerstag dann doch wieder ein Rezept bekommen hatte, aber mit Einteilung durch die Apotheke, um keine Überdosis zu nehmen, waren diese Zittereien auf der Stelle verschwunden. Auch diese ekelhaften, äußerst lebendigen Träume waren verschwunden. Jedoch zeigen die Dinger schon keine entspannende Wirkung mehr. Es geht quasi nur noch darum, nicht auszuticken. Allein wegen meiner Schilderung werde ich den nächsten Entzug einleiten. Aber unter keinen Umständen im Klinikum Nord. Mit diesen Brüdern und Schwestern bin ich ein für alle Male fertig. Es muß in Hamburg, oder meinetwegen auch in Kiel oder sonst wo, eine stationäre Möglichkeit geben, entziehen zu können. Aber das kläre ich alles mit dem neuen PPM-Betreuer. Man hatte mir eine Wartezeit von maximal 4 Wochen mitgeteilt. Das ist doch noch erträglich.

Ansonsten wünsche ich euch eine schöne Woche. Ich werde euch nächste Woche von meinem Berlinaufenthalt und dem Gespräch mit Op de Wisch berichten.

2 Kommentare 8.9.08 09:23, kommentieren

Ein Statusbericht

Es wird mal wieder Zeit für einen Blogeintrag von mir, finde ich. Ich bin ja eine zwischendurch recht schreibfaule Socke. Aber ich gehe heute mal dagegen an.
Mir geht es im Moment ganz gut. Doch befürchte ich, mir geht es zu gut. Denn wenn ich mich so gut fühle wie es gerade der Fall ist, dann läßt ein riesiger Absturz meist nicht lange auf sich warten. Eigentlich müßte ich mich mies fühlen. Das Zentrum Betreutes Wohnen hat seine Zuysammenarbeit mit mir inzwischen gekündigt. Allerdings sorgen wir noch gemeinsam dafür, daß ich eine neue Betreuungsmaßnahme bekomme, das sog. PPM. Die PPM-Maßnahme könnte für mich sogar geeigneter sein als das Betreute Wohnen. Es bietet im Grunde genommen das, was ich vom Betreuten Wohnen erwartet aber nicht bekommen habe:
Hilfe im Haushalt, Begleitungen zu Behörden, Bearbeiten der Post, Einleiten weiterer Maßnahmen, sofern sie erforderlich sind, eine Alltagsstruktur aufbauen...
Vor allem hatte ich ab Mai keinerlei Interesse mehr, das Zentrum aufzusuchen. Die ständigen Heulereien der Leute dort gingen mir auf die Nerven. Wenn man selber betroffen ist, erträgt man es zeitweise wohl noch weniger, als wenn man nicht betroffen ist. Als ich vor einer Woche notgedrungen dort war, um ein letztes Gespräch mit meinem Noch-Betreuer zu führen, mußte ich mir das besserwisserische Gelaber eines Heikos anhören, der niemanden ausreden ließ und an allen Leuten extrem negative Kritik übte. Auch an mir, obwohl ich diesen Knilch nur ganze 20 Minuten gesehen hatte. "Ey Alter du bist ja voll der Scheißer! Was willste hier häää?" und so ging es die ganze Zeit. Eine Frau schien durch Heiko eingeschüchtert zu sein und fing an zu heulen. Ich nahm sie in Schutz, woraufhin Heiko aufsprang und mir Schläge androhte, wenn ich jetzt nicht endlich meine "dämliche Klappe" halten würde. In diesem Moment ging die Tür auf und mein Betreuer bat zum Gespräch. Ich ließ es alles so stehen, kümmerte mich nicht mehr um Heiko und verließ den Raum. Wenn ich mir vorstelle, mit solchen Extremfällen zusammensitzen zu müssen, könnte ich gleich loskotzen. Das ist einfach nichts für mich. Vielleicht war es die richtige Entscheidung, mich in eine andere Maßnahme eingliedern zu wollen.
Noch heute werde ich einen Gesprächstermin für den Verein Op de Wisch e. V. bekommen. Die bieten dieses PPM an.

So und was sonst noch? Ich hatte ja Anfang Juli einen neuen Rechner bekommen. Seither bin ich nicht mehr im IRC-Chat gewesen. Weiß nicht mal, ob die alten Programme unter Vista funktionieren würden. Und ehrlich gesagt war es mir auch nicht ganz so wichtig. Unser Chatraum #Seelische-Probleme läuft eh absolut nicht, obwohl wir, Manu aus Lübeck und ich, den Raum x-fach beworben hatten. Ja und weil ich nun nicht an den IRC dachte, dachte ich auch nicht daran, die noch fehlenden Beiträge für den Bot zu zahlen, der den Chatraum ständig offen und im Verzeichnis gelistet hält. Das allerdings war nicht böse von mir gemeint, und am 29. August gehen die fehlenden Beiträge plus die nächsten zwei Monate an Ales auf die Reise. Nach einer freundlichen Mail von Ales und einer eher unfreundlichen Sprachnachricht von Manu ist diese Sache also auch geklärt.

Was so gar nicht geklärt ist, ist die Sache mit dem Tavor. Da gehts immer noch drunter und drüber bei mir. Es gab zwei Tage in der letzten Woche, an denen ich 8 mg einnahm. Vorgeschrieben waren höchstens 2 mg. Ja und dann gabs wieder die anderen Extremtage, an denen ich keine Tablette einnahm. Also das Problem ist noch nicht überstanden. Vielleicht muß ich zusammen mit der PPM-Betreuung doch noch einen zweiten Entzug einleiten. Man kann bei mir wirklich sagen, je unregelmäßiger der Tag läuft, umso schneller bin ich aus der Fassung und brauche Tavor. Schaffe ich es aber, den Tag geregelt laufen zu lassen, leider gelingts mir gar nicht häufig, dann brauche ich wenig oder kein Tavor. Aber ich muß mich immer an etwas klammern, das mir Sicherheit verspricht.

So das solls für heute gewesen sein. Bleibt nur noch, euch, meine getreuen Leser dieses Blogs, zu grüßen. Ich wünsche euch eine schöne Woche und freue mich auch weiter über Gästebucheinträge, Kommentare oder sonstige Kontaktaufnahmen.

2 Kommentare 25.8.08 12:01, kommentieren

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