Ein Jahr Behindertenwerkstatt - vom Himmel in die Hölle
Ich werde nun mein Versprechen halten und etwas zu meiner aktuellen Arbeitssituation und
meinem Gefühlszustand bloggen.
Seit einem Jahr und einem Monat arbeite ich nun in einer Behindertenwerkstatt. und das kam
so.
Neun Jahre lang hatte ich nach meinem Abbruch der Ausbildung zum Bürokaufmann kaum etwas
gemacht. Ich lebte so in den Tag hinein, und jeder Tag fühlte sich wie der vorherige an.
Besonders schlimm waren die Jahre 2006 und 2007, in denen ich nach einem erfolglosen
Tavorentzug unter schweren Depressionen litt, Alpträume und Horrorvorstellungen litt und
mich in Vierwochenabständen bis zur Besinnungslosigkeit besoff. Es wurde 2008 langsam
besser. Einen richtigen Höhenflug gabs dann im Juli 2010. Ich lernte Nadine nach
jahrelanger Netzbekanntschaft und drei Kurztreffen richtig gut kennen, und wird freundeten
uns an. Diese Freundschaft, dieser Umgang mit nadine, holte mich endgültig aus meinem Tief.
Ich sagte mir: Wenns mir jetzt schon richtig gutgeht, dann mache auch noch was aus deinem
leben. Auch wenn du 35 Jahre bist, kannst du bestimmt noch irgendwo arbeiten. jetzt hast du
die Power, durch dich und Nadine.
Also nutzte ich meinen Anschwung, meine Energie aus. Ich ging zur Arbeitsagentur und fragte
nach, ob ich in meinem Alter noch eine Ausbildung machen könnte. Leider liegen diese
Ausbildungszentren nicht in Hamburg sondern in Düren oder Würzburg. Die zuständige
Sachbearbeiterin gab mir zu verstehen, daß ich mich erstmal wieder an den Arbeitsalltag
gewöhnen sollte. Um dies zu testen, schlug sie mir vor, Bürotätigkeiten in einer Werkstatt
für Behinderte zu leisten. Ich nahm den Vorschlag an, und am 01.11.2010 war es dann soweit.
Ich machte ein Aufnahmeverfahren im Büroservice der Winterhuder Werkstätten, jetzt
Elbewerkstätten. Ich übernahm den Blindenarbeitsplatz, ein für Blinde ausgestatteter
Computer. In den nächsten drei Monaten erledigte ich viele Schreibarbeiten. Ich schrieb
Speisepläne für die Werkstätten in Blindenschrift um, schrieb psychologische Eignungstests
um und erledigte Schreibaufträge für andere Werkstätten mit blinden Mitarbeitern. Und so
ganz nebenbei lernte ich viele neue Leute kennen. Mit den meisten freundete ich mich sehr
schnell an. Und bis heute sind sie meine Freunde geblieben.
Die Abeteilung war bunt gemischt. Da waren Leute mit psychischen Problemen, Lernbehinderte
und Geistigbehinderte. Jeder bekam die Aufgaben zugeteilt die er mit seinen Fähigkeiten
erledigen konnte. Und weil mir diese Arbeit so viel Spaß machte, verzichtete ich darauf
nach Würzburg oder Düren zu gehen. Ich rief also Ende Januar 2011 in der Arbeitsagentur an
und bat darum, verlängert zu werden. Es klappte auch. Ich wechselte vom Aufnahmeverfahren
direkt in den Arbeitsbereich der Werkstatt. Auch hier gibt es einen Büroservice.
So Leute! Bis hierhin war alles Zucker marmelade und Schokolade. Nichts hätte schöner sein
können als so weiterzuarbeiten. Aber ab hier kommt leider schon die Kehrseite der Medalie.
Am 23.02.2011 wechselte ich in den Büroservice des Arbeitsbereiches. Die Leiterin dieses
Bereiches war und ist im höchsten Maße überfordert und unqualifiziert. Als erstes
degradierte sie mich zum Mülltütenfalter, während andere Kollegen die Schreibarbeiten
erledigen durften. Auf meine Anfrage hin, warum ich nicht auch weiterhin schreiben dürfte,
antwortete sie nur: "Wir haben für Blinde keine Aufträge. Außerdem sind die Computer ja
nicht blindengerecht eingerichtet."
Also luden mein Kollege Recep und ich das kostenlose Hilfsprogramm NVDA auf alle drei
Arbeitsrechner. Nun waren sie blindentauglich. Denoch bekam ich auch weiterhin Mülltüten zu
falten. immer wieder beschwerte ich mich aufs Neue, mit dem Endergebnis, daß ich zum
01.05.2011 in eine Verpackungsabteilung abgeschoben wurde. Hatte ich bisher angenommen, ich
wäre schon am Abgrund, so wurde ich nun eines Besseren belehrt. Jetzt hieß es für mich: Von
Rätselheften die erste Seite abreißen und die Hefte in einen Behälter legen. Oder
Madenschauben sortieren; Schrauben, in denen sich eine weitere Schraube befindet in einen
Behälter, Schrauben in denen keine weitere Schraube verschraubt war in den anderen
Behälter. Oder in einen Umschlag zwei Flyer eintüten und ab in den Behälter. Ich wurde
völlig bekloppt und wahnsinnig. Manuela, eine gute Freundin von mir, hatte mich schon
vorgewarnt. "Am Anfang setzen sie dich ein wo du willst, um am Ende darfst du so was machen
wie Handtücher falten." Sie sollte recht behalten. Und zu dieser stumpfen Knastarbeit
gesellten sich 13 stark geistigbehinderte Kollegen, mit denen Konversation treiben
unmöglich ist. Sofort ging ich zum zuständigen Sozialarbeiter, der mich Monat für Monat
weiter und weiter vertröstete. Erst im Oktober gab es ein kurzes Gespräch. Ich sagte klar
und deutlich, daß ich
1. Mitarbeiter um mich herum bräuchte, mit denen man auch mal sprechen kann,
2. ich wieder eine Büroarbeit haben wolle. Egal ob Schreibdienst oder Telefondienst oder
eine Kopplung aus beiden.
Außer ein wenig Verständnis seinerseits kam sonst nichts. Ich solle weiterhin abwarten. Es
würde sich schon demnächst was finden.
Jetzt haben wir den 07.12.2011. Der aktuelle Stand ist, daß ich immer noch in dieser
Höllenabteilung abhänge, ich nur noch frustriert, angefressen und deprimiert bin (leider
auch im Alltag), mich fast nichts mehr aufheitert und ich wiederum vorgestern vertröstet
wurde.
Ich habe einen Betreuer für PPM-Angelegenheiten, also keinen gesetzlichen. Mit ihm werde
ich nun zur Werkstatt gehen und ein Gespräch mit der zuständigen Mitarbeiterin fordern. Was
dabei herauskomm, blogge ich dann hier an dieser Stelle.
Durch meine Depris habe ich es mir vor zwei Wochen schon mit nadine fast versaut. Ich werde
alles daran setzen, die jetzige Lebenssituation zu ändern. So geht das nicht weiter. Neben
der Arbeitssituation denke ich auch nochmal über eine stationäre Therapie in einer
psychosomatischen Klinik nach. Am 19.12. ist Arztgespräch.
Soweit mein aktueller Stand hier im Blog. ich verspreche euch, am Ball zu bleiben und euch
nicht nochmal so lange warten zu lassen.
Meine erste Rückmeldung nach fast einem Jahr Bloggerpause
Fast ein Jahr nicht mehr gebloggt! D wird es doch Zeit mich wieder zu melden, um euch mitzuteilen, daß es mich noch gibt. Und ich habe auch so einiges zu berichten. Einmal geht es um ein Jahr Arbeit in der Elbewerkstatt ehemals Winderhuder Werkstatt. Von der Sonne bis in den Keller!
Und dann ist da eine Freundin, eigentlich sogar meine zweitbeste Freundin, die gerad nicht mit mir klarkommt und mich runterputzt. Also ihr seht, es gibt in den nächsten Tagen noch viel zu schreiben. morgen beginne ich mit der Werkstattarbeit. Eigentlich wollte ich ja nach Würzburg gehen, um dort noch mit 35 Jahren eine Ausbildung zu machen. Aber dann kam alles ganz anders. Also dann bis morgen!
Twitter-Username hat sich geändert
Bislang veröffentlichte ich meine Tweets immer unter dem Usernamen "derbueffel". Dieser Name wird bald gelöscht werden.
Zukünftig könnt ihr meine letzten 10 Tweets wie immer links auf der Blogseite sehen. Und wenn ihr selber bei Twitter seid und wir uns folgen wollen, dann geht doch mal auf
Diesen Twitterlink
Wenn du mich bei Facebook finden willst, dann gehe doch mal auf
Diese Facebokseite.
Nur ein kurzer Testeintrag
In den letzten 6 Monaten hat sich so viel ereignet, daß sehr bald wieder ein neuer Blogeintrag von mir fällig wäre. Doch muß ich dazu etwas mehr Zeit und Motivation haben. Darum teste ich jetzt nur, ob meine Bloggings in Facebook und Twitter gepostet werden.
Übrigens: Ihr könnt mich auch bei Twitter und Facebook finden.
Twitter: http://www.twitter.com/bueffel25
Facebook: http://www.facebook.com/derbueffel
Blogkorrektur
Am 23.09.2010 entstand ein Artikel, den ich nochmals am 08.11.2010 gereblogt hatte der Vollständigkeit halber. Nachdem dieser Blogeintrag aber nur zu mißständen zwischen den beteiligten Personen führte und beinahe Schlimmeres verursacht hätte, nahm ich ihn gänzlich vom Blog. Darum wird er hier dauerhaft fehlen. Sehen wir also frohen Mutes in die Zukunft und vergessen wir das Dunkle Gebloggte einfach.
Kurze Anmerkung zum vorherigen Eintrag
Den letzten Eintrag schrieb ich so um den 23.09.2010. Zu dieser Zeit hatte ich einen unerklärbaren Blackout, der etwa drei Tage andauerte. In dieser Zeit besuchte mich Nadine. In dieser Zeit richtete ich einen derben verbalen Schaden an. Aber Nadine und ich konnten uns nach diesem Blackout aussprechen und wieder vertragen. Es ist jetzt alles in Ordnung. Und wo wir schon bei Aktualisierungen sind, möchte ich noch anmerken, daß Nadine und ich nicht zusammengekommen sind. Sie hatte es mir mehrfach und mehr als deutlich mitgeteilt, daß sie mich nicht als Beziehungspartner haben will und nicht in mich verliebt ist. So im Laufe des Oktobers stellten sich auch meine Gefühle auf diese Situation ein, so daß ich jetzt, heute, nicht mehr in Nadine verliebt bin. Aber wir sind auf jeden Fall sehr gute Freunde und wollen und werden nicht mehr aufeinander verzichten.
Alles neu macht der Berline-Nadine-Besuch
Seit Sonntag, dem 11. Juli 2010, ist nichts mehr wie es vorher war. Naja sagen wir es mal so um nicht zu übertreiben: So einiges ist nicht mehr so wie vorher.
Hier mal eine Tageschilerung.
Vorm Berlin-Nadinebesuch:
Büffel geht um 10:00 uhr ins Bett, tavorgetränkt und völlig antriebslos und schläft bis 16:00 Uhr durch. Dann schleppt er seinen erschlafften Körper zum Kiosk und trinkt einen Kaffee, der ihm nach gar nichts schmeckt. Dann sülzt er etwas dumm herum. "Der ist scheiße und die kannst du auch vergessen! Und das Essen dort schmeckt nach gar nichts, und Hunger hab ich sowieso nicht obwohl ich aus Frust fresse wie ein Scheunendrescher. Und das Wetter ist scheiße heiß und die Hölle könnte nicht schlimmer sein. Und meine Seele verbrennt." Mehr muß ich an dieser Stelle nicht erwähnen. Und dann geht er wieder. Oder er bleibt, wartet bis es 19:00 Uhr ist, fängt an sein Frustbier zu trinken bis der Laden schließt und nimmt sich noch welche mit nachhause. Labert dann dort die Leute in Loudtalks dicht und schiebt Dauerdepri. Liest sich die schlimmsten Suchergebnisse bei Google durch. "Bin tavorsüchtig... Seroquel vermießt mir mein Leben... Ich will sterben..." Er Langweilt sich die ganze Nacht hindurch, wartet bis es 08:30 Uhr ist, nimmt ordentlich Tavor und legt sich schlafen.
Nach meinem Berlin-Nadinebesuch:
Ich springe um 11:00 ausgeschlafen aus dem Bett und drehe draußen erstmal eine schöne Runde, freue mich über die Amseln die so niedlich singen, mache Besorgungen und komme zurück. Gewiß kann ich das 35Gradwetter körperlich nicht so ab, doch es drückt nicht mehr auf meine Seele. Ich gehe in Loudtalks um zu hören wer da ist. Unterhalte mich gutgelaunt und absolut deprifrei mit den Anderen. Aber der Kioskbesuch muß dennoch sein. Um die Nachbarn auch zu treffen gewöhnlicherweise um 16:30 Uhr. Die sagten mir schon vereinzeln, ich sei jetzt irgendwie anders drauf und sähe nicht mehr so schrecklich eingefallen und dauermüde aus. Ja die Unterhaltungen bringen mir Spaß. Zwischendurch schreibe ich mal eine bis zwei SMS an das zuckersüße Nadinchen und hoffe, ich nerve sie nicht mit meinen überschwänglichen Komplimenten. Hihihi! Bier wird natürlich getrunken, aber nur wenn auch die Nachbarn eins mittrinken. Dann gebe ich mich damit zufrieden. Zuhause entscheide ich je nach Lustigkeit der Loudtalksrunde oder Telefongespräches, ob ich noch ein Bier trinke. Es wirkt auch jetzt ganz anders. Hat es mich vorher fast eingeschläfert und meine elenden Depris hochgeholt, so bin ich jetzt entspannt und heiter. Nachts gegen 02:00 Uhr lege ich mich hin. Und ich nehme..... keine Tavor. Die letzte nahm ich am Tag vor dem Berlin-Nadinebesuch und hatte abgesehen von einem kurzen körperlich bedingten Zittern kein Bedürfnis, sie einzunehmen, auch wenn ich sie aufgrund meines Rezeptes noch in Einzelportionen erhalte. Aber sie bleiben in der Dosee. Ja und so schlafe ich ganz natürlich ein, träume schöne bis total verrückte Sachen und bin gegen 10:30 uhr wieder wach.
Ohne es zu wollen, hat Berlin, aber vor allem Nadine an mir gedreht und geschraubt. Sie hat mich neu erweckt und hochgedanced. Ich erkenne in mir den Christian wieder, der ich ohne Depris und Tavordauerdröhnungen bin: Etwas bescheuert, etwas verrückt, etwas zu dick, aber vor allem lustig, unternehmungslustig, ausgehfreudig, kreativ und unendlich verliebt. Uiuiuiuiuiuiui!
Das Einzige was ich nicht will, was mir aber äußerst schwerfällt, ist, Nadine nicht auf die Nerven zu gehen. Ich will nicht, daß sie mich durch eine Unvorsichtigkeit nicht mehr mag. Da muß ich also etwas vorsichtig und zurückhaltend sein.
In 10 Tagen kommt Nadine nach Hamburg. Ob etwas und was überhaupt dann wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich kann nur aus meiner Perspektive sprechen. Ich bin bereit, auf sie jegliche Rücksicht zu nehmehn und für mich selbst zurückzustecken, damit es ihr in meinem Beisein gutgeht. Und kommt es nicht so wie sehnlichst gewünscht, dann muß ich es natürlich akzeptieren. Nur will ich noch gar nicht soweit denken. Mir geht es so gut und ich bin so glücklich momentan, daß ich mir wünsche es würde niemals enden. Ja ich gehe soweit zu sagen: Endlich ist mein Leben wieder lebenswert. Ich schiebe es nicht mehr vor mich hin bis zum unweigerlichen Todestag. Ich lerne gerade, wieder jeden Tag für sich zu genießen. Und so soll es auch bleiben.
Mein Berlinbesuch nach fast zwei Jahren
Da wäre ich mal wieder. Und endlich hat sich in meinem Leben mal was ereignet. Nachdem mir am Dienstag von einem Nachbarsfreund gehörig der Kopf gewaschen wurde, ich sollte mich nicht so hängen lassen und endlich im Leben mal was machen, das mich wieder aufbaut, fuhr ich am Freitag nach Erkner, eine kleine Stadt bei Berlin, um meine langjährige Kumpeline Nadine zu besuchen. Der Besuch stand schon eine Woche vorher fest, aber hätte Oli mir nicht mal Feuer unterm Arsch gemacht, dann hätte ich die Fahrt vielleicht gar nicht angetreten, aus bloßer Trägheit. Lieber noch n paar Tabletten und weiterheulen. Aber nun Endlich würde ich Nadine und sogar Aviva und Matze wiedersehen.
Allerdings war es eine Hinfahrt mit Hindernissen.
Um kostenlos nach Berlin fahren zu können, fuhr ich mit dem Regionalexpress nach Schwerin und von dort aus mit einem anderen RE nach Berlin Hauptbahnhof, um von dort mit der S-Bahn nach Erkner zu fahren.
In Hamburg Bergedorf schmiß sich jemand vor den Zug, tot.
In Brandenburg wurden zwei Jugendliche von einem ICE erfaßt. Einer tot, der andere schwer verletzt.
Ein Mann wurde in Brandenburg von einem ICE erfaßt, tot.
In der Wulheide gab es einen kleinen Waldbrand, so daß ich von einem Ehepaar nach Erkner gefahren wurde, weil die S-Bahn unterbrochen war. Es klappte reibungslos und das Ehepaar war wirklich sehr nett zu mir. Echt sympatische Leute!
Aber nun endlich konnte ich das Nadinchen in die Arme schließen. Wir gingen in eine kleine Pizzaria und stärkten uns bei 35 Grad. Nadine und ich verschwändeten keine Zeit, sprachen und sprachen und redeten über Gott und die Welt. Wir sprachen über gemeinsame Freunde, ihre Eigenarten, wie man ihnen helfen könnte usw. Wir sprachen über Musik. Wir sprachen übers Essen. Dabei stellten wir fest, daß wir ungewöhnlich viele Gemeinsamkeiten und ähnliche bis gleiche Ansichten hatten. Dadurch kamen wir uns näher, was die Jahre vorher leider nicht möglich war. Im Jahre 2006 war ich zwar einen Tag bei ihr, aber da war der Besuch weniger tiefgründig. Als wir uns 2008 bei Matze trafen flaxten wir uns nur an ohne mal ernst miteinander zu reden. Jetzt war es tatsächlich anders. Auch als wir bei ihr waren redeten wir die halbe Nacht und tranken leckeres Bier. Es brachte mir nach langer Zeit wieder richtig Spaß. Das Leben ist eben doch noch nicht vorbei. Ich taue langsam wieder auf. Dieser Besuch in Erkner war nur der Auftakt und zeigte mir, wie schön das Leben sein kann. Und die durchweg positive Energie von Nadinchen tat ein Übriges.
Samstag Nachmittag fuhren wir nach Berlin Zoo, um uns mit Aviva, Matze und Gino zu treffen. Wir trafen uns bei MCdonalds und hatten ein echt schönes Treffen. Es war schön, Matze und Aviva nach zwei Jahren wiederzusehen und Gino kennenlernen zu dürfen. Ihn kannte ich seit fünf Jahren durch eine Chatline.
Wir aßen und tranken fürstlich bei MCdonalds. Und auch Aviva, Matze und ich hatten uns nach so ner langen Zeit viel zu erzählen. Es wird nicht mehr so lange dauern, bis wir uns wiedersehen. Das versprach ich allen im Raum.
Gegen 19 Uhr fuhren Nadine und ich zurück nach Erkner und verfolgten das Fußballspiel um Platz 3 der WM in Südafrika, das Deutschland gewann. Leider ging es dem süßen Nadinchen nicht gut, wahrschiieinlich aufgrund der hohen Temperaturen und der starken Sonnenstrahlung. Wir hatten ja durchweg 37 Grad und schwitzten wie die Schweine. Sie legte sich hin und schlief danach schnell ein. Ich surfte noch etwas mit meinem neuen Netbook durchs Web. Noch zweimal wachte Nadine in der Nacht auf und wir blödelten herum. Heute setzten wir das fort. Ich wollte eigentlich noch gar nicht weg. Aber Nadine wollte zu ihrer Mutter nach Rüdersdorf fahren. Das verstand ich natürlich. Heute Nachmittag um 16:37 Uhr stieg ich in den ersten von drei Regionalexpressen, um nachhause zu fahren. Wie gerne wäre ich noch bei Nadine geblieben. Ich kann es nicht leugnen. Die Faszination, die von Nadine ausgeht, hat mich einfach in ihren Bann gezogen. Ich hab sie wirklich richtig doll lieb und hoffe sie sehr bald hier in Hamburg oder in Erkner wiederzusehen. Ich habe ihr zu verdanken, daß ich einen neuen Lebensimpuls bekommen habe, der mein Leben in die positive Richtung drückt. Diese positiv verrückte Frau ist einfach etwas ganz besonderes. Möge ihr nur Gutes und Schönes im Leben passieren.
Ich bin jetzt wieder zuhause und noch etwas traurig, schon wieder in Hamburg zu sein. Aber ich werde mich daran gewöhnen. Und dann laß ich mich nicht mehr unterkriegen. Ich werde nicht mehr tablettenbetäubt auf dem Bett liegen und schlafen, höchstens mal zum Kiosk gehen um Kaffee zu trinken, zu Berni gehen und mich vollfressen, um dann wieder nachhause zu gehen um weiterzuschlafen. Jetzt kommt endlich Action ins Leben. Eine Chance habe ich bekommen, die ich voll ausnutzen werde.
Nadine! Ich hab dich so lieb!
Und ich fühle mich mal wieder scheiße!
Ist es das Wetter? Oder habe ich gerade eine komische Phase? Jedenfalls geht es mir heute echt beschissen. Egal was ich mache um mich abzulenken, ich bin nur gereizt und völlig down. Dazu kann ich schon seit zwei Tagen nicht vernünftig schlafen. Und was ganz selten vorkommt: Nicht mal das Essen schmeckt mir heute. Lustlos stocherte ich im Bratreis herum und stürzte danach einen Eistee hinunter. Wenn mich jemand am Kiosk ansprach wurde ich sofort ohne nachvollziehbaren Grund gereizt und mußte aufpassen, beim Antworten nicht pampig zu werden. Hoffentlich geht dieser Zustand bald vorbei. Wenn ich daran denke, daß wir Samstag auch noch 35 Grad kriegen und ich dieses Wetter einfach nicht ertragen kann, dann könnte ich glatt anfangen zu kotzen. Sorry für diesen Eintrag, aber der mußte jetzt einfach mal sein.
Die nicht so tolle Maiparty
Nun wirds auch mal wieder Zeit etwwas ins Weblog zu schreiben. Gestern Nachmittag bereiteten meine Nachbarn, Dani und ich uns auf eine Tanz-in-den-Maiparty vor. Das beste an diesem Nachmittag waren die Vorbereitungen. Ich fühlte mich, als ob ich als kleines Kind auf den Weihnachtsmann warten würde. So beschwingt war ich. ich duschte ausgibig, nachdem Oli mir meine Haare auf 4 mm gekürzt hatte. Ich rasierte mich so glatt wie schon lange nicht mehr. Und den Spittel, der die Grenze zwischen meinen Geheimratsecken, die ich schon seit meiner Jugend mit mir rumtrage, darstellt, durfte heute dran glauben. Wie ein frischgeborener Mensch stolzierte ich in Richtung Kiosk und war froh, mich mal etwas anders zu zeigen. Auch die anderen Nachbarn waren von diesem neuen Look begeistert. Gegen 20 Uhr verließen wir unseren, hierfach schon oftmals erwähnten, Stammkiosk und gingen rüber in die Kneipe Noname. Bei netter 80er Musik bestellte ich mir ein Duckstein. Doch dann wurde die Musik immer lauter und unerträglicher. Die netten Frauen, die an uns vorbeikamen, nahmen keine Notiz von uns. unmelodische Technorhytmen wechselten sich mit Lady Gaga ab. Und da ich bei dem Getöse niemanden mehr verstehen konnte, trat ich den Rückweg an. Dani begleitete mich. Wir brachten noch unseren Nachbarn Volker nachhause, der etwas sehr viel getankt hatte. Nun liege ich hier schon seit 5 Stunden und kann nicht schlafen. Deprimiert fühle ich mich auch. Wahsrscheinlich, weil ich keine nette Frau auf der Party kennengelernt hatte. Ach da kommt so vieles zusammen. Jedenfalls könnte es mir besser gehen.
Also 4 mg Tavor rein und versuchen zu schlafen.
Bis zum nächsten Mal!
Stellt mir so viele Fragen wie ihr wollt!
Soeben habe ich einen Dienst gefunden, der es ermöglicht, dem User und Accountinhaber Fragen zu stellen. Dieser kann sie dann beantworten. Ich möchte euch diese Seite kurz vorstellen.
Unter
Meine Fragen- und Antwortseiten
könnt ihr beliebige Fragen stellen. Ich lese alle zwei Tage meinen Posteingang und beantworte dann alle Fragen. Hier im Blog könnt und dürft ihr auch gerne weiterkommentieren, aber leider bekommt man ja keine Mail mehr bei neuen Kommentaren oder Blogeinträgen. Also probiert das mal aus. Ich bin schon ganz neugierig auf eure Fragen, egal wie bissig, nett, süß oder sauer sie sind. :-)
Wie es mit meinem Portemonaie weiterging
Am 08.03.2010 um 10 Uhr traf ich mich mit meinem Betreuer. Inzwischen hatte ich kaum geschlafen, ein dutzendmal die
Bude auf den Kopf gestellt und geflucht. Von Dani hatte ich mir 200 Euro geliehen, um einkaufen und mittagessen zu
können. Zusammen mit dem Betreuer fuhr ich zuerst zu einem Photographen, der mir vier Paßbilder für 12 Euro machte.
Dann gings weiter zur Amsingstraße 34, um mir dort eine sog. Identitätsbescheinigung zu holen. Die ist nötig, wenn
man nicht mal mehr einen Ausweis, Reisepaß oder den Behindertenausweis hat. Diese Bescheinigung kostete schon mal 8
Euro. Mit der Identitätsbescheinigung fuhren wir weiter zum Einkaufszentrum Hamburger Meile, wo das Versorgungsamt
ist. Hier erstellten wir einen neuen Behindertenausweis, ein neues Streckenverzeichnis, eine neue Wertmarke, also
das sog. Beiblatt zur kostenlosen Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das kostete ebenfalls 8 Euro. Zu
guter Letzt gings dann in eines der Einwohnermeldeämter. hier erstellten wir den vorläufigen und den neuen
Personalausweis und zahlten 18,50 Euro.
Zuhause angekommen suchten wir trotz allem noch einmal nach dem Portemonaie. Es fand sich aber nicht. Plötzlich
klingelte es häftig an der Tür. Mein Freund und Nachbar Oli kam herein und hatte einen großen Umschlag in der Hand.
Den öffnete ich sofort, und was glaubt ihr war drin? Das Portemonaie. Allerdings, wie könnte es auch anders
angehen, ohne die 550 Euro. Allerdings waren alle Papiere noch drinnen. Ich war froh, das Ding wiederzuhaben. Aber
da ich jetzt neue Papiere hatte, tauschte ich die alten gegen die neuen aus. Und das Geld war ja dennoch futsch.
Nie wieder werde ich so viel Geld mit mir so lange herumschleppen! Nie wieder!
Nun fehlte mir noch die neue Krankenkarte und die Befreiungsbescheinigung, daß ich keinerlei Praxisgebühr oder
Medikamentenzuschläge mehr zahlen muß. Die beiden Karten trafen zwei Tage später ein. Inzwischen ist hier sogar die
neue EC-Karte und die Geheimzahl eingetroffen. Also das alte Portemonaie mit völlig neuen Papieren.
Zukünftig nehme ich nur so viel vom Konto herunter wie ich benötige. Oder ich hole es mir alles runter und stecke
es in die hierfür vorgesehene Spardose. Aus dem Fehler, besoffen ein Portemonaie mit so viel Geld zu verlieren,
habe ich gelernt.
Verlorene Brieftasche und eigene Dämlichkeit
Endlich passiert mal wieder was in meinem sonst so unspannenenden, täglich gleich ablaufenden Leben.
Der Grund, warum ich so wenig blogge, ist in einen Bloggeintragvon vor 3 Monaten zu lesen. Und wenn fast jeder Tag gleich abläuft, und ich es auch täglich aufschreibe, so verliere ich gerechtfertigt Leser.
Allerdings hätte ich auf dieses Erlebnis, auf das ich jetzt eingehen werde, auch sehr gerne verzichten können. Am Dienstag, dem 2. Märtz, verschwand meine Brieftasche samt Geld in Höhe von 500 Euro, Personalausweis, Behindertenausweis, Streckenverzeichnis zum Behindertenausweis, die Wertmarke zum Behindertenausweis, die Krankenkarte, die Befreiungskarte zur Krankenkasse und meine Bankkarte.
Wie kam es eigentlich dazu? Auf jeden Fall bin ich selber Schuld daran. Das wird wohl kaum einer meiner Leser mir absprechen können.
Am Dienstag Mittag ging ich zum Imbiss, um dort Mittag zu essen. Sie machen ja auch Hausmansskost. Jeden Tag Currywurst zu essen wäre ja auch ungesund und langweilig. An diesem Tag hatten sie eine Hack-Gemüsesuppe. Ich aß zwei Portionen und trank dazu zwei große Bier 0,4 Liter. Dann kam der Betreiber und Wirt auf die Idee, kostenlos Uzo auszuschenken. Ich nahm das Angebot zu gerne an. Aus einem Uzo wurden 2, dann 3, dann 4. Dann hörte ich auf zu zählen. Und nach jedem Uzo trank ich ein kleines Bier 0,3 Liter. So ganz langsam schwanden mir die Sinne. Uzo wirkt ja nicht sofort. Man kann davon so einiges trinken, bevor die Wirkung sich im Hirn und Restkörper bewirkbar macht.
Inzwischen war es schon 19:30. Meine Handy hatte ich abgeschaltet. Ich wusste schon, dass jeden Augenblick Daniela mich anrufen und mich nerven würde. Also aus mit beiden Geräten! Denn ich wollte unbedingt trinken. Warum ich immer mehr trinken wollte, weiß ich nicht. Könnte mit einer depressiven Phase zu tun haben, die ich seit kurzer Zeit habe. Denn neben den Unmengen an Alkohol verschlang ich innerhalb von vier Tagen vor dem Dienstag 50 mg Tavor und verschlief die Tage. Naja! Das könnte ein weiterer Beweis sein, aus meiner aktuellen Situation herauskommen zu wollen. Kennen es einige Psychos von euch vielleicht? Man will sich ändern, man will eine Situation verändern, aber es ist absolut kein Antrieb da. Und so geht es mir momentan. Es ist für mich kaum überwindbar, irgendwas an meinem Alltag zu verändern. Lieber bleibt man im Alltagstrott, obwoh er nervt und einen ankotzt.
Säufersprücheklopfend und mit dem Versprechen wiederzukommen bezahlte ich meine Zeche. Aber damit hatte ich noch nicht genug. Jetzt war mir dringend danach, nach MCdonalds in die Steilshooper Allee 5 zu fahren. Also rief Berni mir ein Taxi und ich fuhr dorthin. Auch hier hatte ich noch die Fahrt ohne Probleme bezahlt, muß also die Brieftasche dabei gehabt haben. Dann im MCdonalds gab ich eine Bestellung auf. Allerdings fing jetzt an der Uzo so richtig von seiner fiesen Seite zu wirken. Ich konnte kaum noch meine Bestellung aufgeben. Aber irgendwie muß ich es geschafft haben. Man setzte mich auf einen Stuhl und stellte Das Tablett vor mich.
Alles, was ich jetzt erzähle, hat die Überwachungskamera aufgenommen. Davon selbst weiß ich nichts mehr.
Plötzlich fiel ich nach hinten. Ein Schichtleiter von MCdonalds kümmerte sich um mich. Er fragte offenbar, ob ich Hilfe bräuchte. Daraufhin telefonierte er, und ein Notarztwagen kam. Hier kommt noch einmal mein portemonaie ins Bild. Man suchte und fand meine Papiere. Es soll nicht mehr möglich gewesen sein, aus mir meinen Namen herauszubekommen. Als man nun wusste wie ich heiße, nahm man sich mein Handy vor und fragte mich wer denn nun benachrichtigt werden solle. Ich musste noch zwei Namen herausgewürgt haben. Dani und Oli. Wenige Minuten später traten meine Nachbarsfreunde Oli und Ani in den Laden. Noch ein letztes Mal war das Portemonaie zu sehen. Ich klappte es zusammen und steckte es in meine rechte Jackentasche. Danach verließen die beiden Notärzte, Ani, Oli und ich den MCdonalds. Bis dahin muß ich das Teil also noch bei mir gehabt haben. Allerdings, so erzählte Oli mir, stolperte ich über eine Stufe. Hier könnte das Portemonaie herausgefallen sein. Aufgefallen war es niemandem. Und mir schon gar nicht. Ich war wieder mit meiner Lieblingsbeschäftigung im Gange: Laut kreischen, linke Marschlieder singen oder Sauflieder trellern. In jedem Fall tat ich alles, um die Umwelt im Umkreis von 300 m darauf aufmerksam zu machen, dass ich da sei und nun nachhause laufen würde.
Zuhause setzten Ani und Oli mich ab. Ich ging in die Wohnung. Erst ab jetzt wußte ich wieder so langsam, was um mich herum geschah. Ich pfefferte meine Kleidung vollständig durch das Wohnzimmer. Splitternackig fing ich plötzlich an meine Haustürschlüssel zu suchen. Auch meine Tavortabletten waren erstmal weg. Später fand ich die Schlüssel wieder und die Tabletten auch. Aber das Portemonaie war weg. Ich war auf 180. 500 Euro weg, die ich eigentlich noch am Abend in eine Teedose hätte tun wollen, Und alle wichtigen Papiere. Ich zog mich erstmal wieder an und ging mit bulligen Kopfschmerzen schlafen.
Als ich um 12 Uhr erwachte stand mein Betreuer vor der Tür, um noch mal mit mir nach dem Portemonaie zu suchen. Daraufhin erfuhren wir ja, was auf den MCdonaldsbändern zu sehen war.
Es kommt nun eine schweine Arbeit auf mich zu.
1. Am Montag muß ich zum Einwohnerzentralamt. Die müssen feststellen, dass es mich überhaupt gibt, was ohne Ausweis nicht einfach sein wird. Ich soll daraufhin eine Urkunde bekommen, dass ich wirklich ich bin und existiere.
2. Mit dieser Bescheinigung habe ich dann die Möglichkeit, beim Einweohnermeldeamt einen vorläufigen und dann richtigen Personalausweis zu beantragen.
3. Erst dann, ich weiß aber noch nicht wo, kann ich einen Behindertenausweis beantragen.
4. Zuletzt fehlen mir denn das Streckenverzeichnis und die Wertmarke, die ebenfalls neu erstellt werden müssen. Wahrscheinlich beim selben Amt.
5. Eine neue Bankkarte ist bereits in Arbeit. Die bisherige habe ich sperren lassen. Desweiteren existiert noch ein Sparbuch mit 470 Euro. Dieses sperrt ich sofort. Denn das originale Sparbuch ging mir schon vor langer Zeit verloren. In drei Monaten werde ich wieder aufs Guthaben zugreifen können, nachdem mir ein neues Sprarbuch ausgestellt wurde.
6. Die neue Krankenkarte und die neue Befreiungskarte, die mich von Rezeptgebüren und Quartalszehnern befreit, ist ebenfalls in Arbeit.
Alles in Allem ist schon viel los. Ich habe ein sehr hohes Leergeld bezahlt. Die 500 Euro sehe ich nie wieder. Im März muß ich mit 200 Euro leben. Morgen machen mein Nachbarsfreund Volker und ich einen Discountereinkauf. Wir kaufen so günstig wie möglich ein und ich ess nur noch manchmal bei Berni, obwohl er für 6,90 Euro gute Hausmannskost macht. Sollten unvorhergesehene Taxifahrten anstehen, kann ich mir von Dani oder anderen Nachbarn mal einen 50er Leihen, den ich im April, wenn ich wieder ausreichend Geld habe, zurückgeben werde. Und auch in meinem Lieblingskiosk, meinem zweiten Wohnzimmer, kann ich anschreiben wenns dramatisch wird.
Soviel Wirbel um ein verlorengegangenes Portemonaie. Ich hätte nie gedacht, dass es mich mal erwischen würde. Daß die Tasche noch gefunden und beim Fundamt oder der Polizei abgegeben wird, glaube ich nicht. So ein Portemonaie mit 500 Euro ist zu verlockend als es dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben.
Eines habe ich daraus gelernt.
1. Nehme nie mehr Geld mit als du unbedingt benötigst. Solltes du es abgehoben haben bewahre es in einer zweiten Börse oder Teeschachtel auf.
2. In Zukunft sollte ich meine Trinkgelage reduzieren. Ich glaube ja nicht, dass ich nie mehr trinke. Aber 4 Male in 3 Tagen war einfach zu viel. Das werden meine Kumpels, vor allem Dani, nicht mehr lange aushalten.
Nur ein Testeintrag
Ob ich auf Twitter zu lesen bin.
Mein Testeintrag
Dies ist ein Testeintrag mit Blogdesk. Ich habe schon lange das Gefühl, daß meine Leser nicht mehr informiert werden. Aber dafür informiere ich jetzt meine Twitterfreunde, vorausgesetzt es geht, über neue Einträge. Das wars schon.
Neue Funktion oben in den Links eingebaut (Fragesteller)
Ist es euch schon aufgefallen? Um den Dialog mit euch zu vereinfachen, habe ich soeben eine Seite eingerichtet, auf der ich eure Fragen beantworte. Probierts doch mal aus. Egal wie sinnig, unsinnig, gepflegt oder pervers, ich beantworte alles.
Hier könnt ihr eure Fragen stellen. Nur keine Hemmungen!
Dezember, Weihnachten, Silvester und Steffi
So jetzt will ich mal wieder zur Abwechslung ein wenig bloggen.
Ich wünsche euch erstmal ein frohes, fast nicht mehr so neues Jahr 2010. Länger schon habe ich mich hier in meinem
Blog nicht gemeldet. Darum will ich mal kurz berichten, was ich so in den letzten Monaten gemacht habe. Eigentlich
nicht viel. Die meiste Zeit verbrachte ich in meinem Lieblingskiosk oder ging etwas um den Blog. Ja ich war
wirklich sehr faul in der letzten Zeit und mir fehlt auch heute noch der Antrieb etwas Sinnvolles zu unternehmen.
Fressen, trinken, Schlafen und Trevilor Truxal und Tavor nehmen, dazu in unregelmäßigen Abständen noch Saufen. Das
ist mein derzeitiger Lebensablauf.
Etwas ereignisreicher wurde es dann im Dezember.
Gespräch mit der Arbeitsagentur
Ich plane ja, nach Würzburg zu gehen und dort an einem vierwöchigen Test teilzunehmen, der Aussage darüber geben
soll, ob ich für Arbeit eingesetzt werden kann und für welche Arbeit ich geeignet bin. Hierzu mußte ich aber erst
den Antrag auf Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben stellen. Am 16. Dezember 2009 sollte ich in der Agentur für
Arbeit antreten. Tag ich dann auch. Aber unter einem sinnvollen Gespräch stelle ich mir dann doch was anderes vor.
Der gute Herr meinte zuerst, ich hätte gar keinen Antrag ausgefüllt und legte mir alle Formulare nochmals auf den
Tisch, blanko. Später fand er dann doch noch meine ausgefüllten Formulare. Daraufhin verschwand er kurz in einem
Nebenzimmmer und kam daraufhin mit einer Visitenkarte zurück. Die solle ich mir mal vorlesen lassen, um dann in der
auf der Karte genannten Behindertenwerkstatt zu arbeiten. Ich verneinte sofort. Behindertenwerkstätten haben zwar
ihre Berechtigung. Aber dort würde ich mich unterfordert wühlen. Somit vernichtete ich als ich draußen war die
Visitenkarte fein säuberlich. Es werden ja ohnehin noch weitere Gespräche mit der Agentur folgen.
Weihnachten
Weihnachten an sich war ja noch ganz schön. Gehe ich gleich näher drauf ein. Aber das Wesen, das mich für fast 10
Tage mit seinem Besuch beglückte, entpuppte sich als der reinste Psychotherror.
Meine Exfreundin Steffi hatte angefragt, ob sie nicht über Weihnachten und Silvester zu mir kommen könne. Ich wußte
nicht, worauf ich mich einließ und lud sie zu mir ein. Keine gute Idee. Es folgten Tage der nervlichen
Dauerbelastung durch ihre elend langen Problemgeschichten. Dann wollte sie rund um die Uhr beschäftigt werden. Wenn
wir in meinem Lieblingskiosk saßen, mischte sie sich in Gespräche meiner Nachbarsfreunde ein, die sie absolut
nichts angingen. Und dabei dachte ich, sie würde sich mit den Nachbarskollegen gut verstehen, da sie oft mit ihnen
zum Rauchen hinausging, während ich im Laden blieb. Pustekuchen! Sie strengte sie mit ihrem Gelaber nur noch mehr
an. Ein Problem jagte das nächste. Und alles was man hätte positiv beleuchten können wurde von ihr in den Dreck
gezogen.
Ich enzog mich Steffi immer öfter durch Einschlafen. Das passiert bei mir schon fast vollautomatisch, wenn mir was
nicht paßt.
Silvester was auch nicht besser. Während Frau Depcic ihre Monologe hielt, versuchten wir Anderen etwas zu feiern
und ihren Käsekram zu ignorieren. Nach einigen Bieren gelang es uns auch. Doch leider wurde ich sehr schnell müde.
Dani, die zu Silvester wieder bei uns was, wollte auch früh ins Bett. Also machten wir noch die Knallerei draußen
mit und gingen um 1 Uhr ins Bett. Nicht so Steffi. Die Anderen durften sich noch 7 Stunden lang ihre Geschichten
anhören. Ohne daß sie es merkte fragten sie sich gegenseitig: "Weißt du was sie jetzt von uns will?" Als Antwort
kam "Nö. Du?" Und so ließ man Steffi weiterhin Monologe halten.
Steffi ließ verlautbaren, sie würde das nächste Mal lieber in einer billigen, stinkenden Absteige übernachten als
nocheinmal zu mir zu kommen. Als ich es meinen Nachbarn nach Silvester erzählte, klatschten sie Beifall. Keiner der
6 Personen würde Steffi so schnell wiedersehen wollen. Schade, daß sie nichts aus ihren Fehlern gelernt hat.
Nur für über 18jährige!
Ich hab mich soeben weggeschmissen vor lachen. Schaut oder hört es euch mal an!